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Bei uns sind wieder Alpenschweine eingezogen! Noch nie gehört? Kein Wunder, denn sie sind eine sehr seltene historische Nutztierrasse und waren so gut wie ausgestorben. Früher wurden die sehr robusten Alpenschweine häufig auf Almen gehalten und waren insbesondere in den Ostalpen verbreitet. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden sie von modernen Rassen verdrängt. Erst in den vergangenen Jahren wurden einige Restbestände wiederentdeckt und werden nun von Liebhabern gezielt gezüchtet und erhalten.

Wir haben acht Alpenschwein-Ferkel von unserem Nachbarhof, der Stiftung Nantesbuch, bekommen – Schwarze und Gefleckte.  Die dürfen nun noch ein paar gemütliche Monate bei uns verbringen, mit großem Auslauf, Schlamm-Suhle, Kratzbäumen und Strohbett im Stall. Im April werden die Ersten geschlachtet.

Es klingt paradox: Bedrohte Rassen essen?? Aber natürlich kann eine Nutztierrasse nur nachhaltig erhalten werden, wenn sie auch genutzt wird. Landwirte und Konsumenten müssen zusammenhelfen, um die biologische Vielfalt zu bewahren.

Vielfalt der Tiere bedeutet auch Vielfalt der Produkte. Im Vergleich zu den typischen Mastschweinen wachsen die Alpenschweine deutlich langsamer. Das macht das Fleisch besonders aromatisch. Wie viele ursprüngliche Rassen setzten die Alpenschweine auch relativ stark Fett an. Das Fett ist von fester Konsistenz und gutem Geschmack. Dennoch ist das nicht Jedermanns Sache. Wir setzen auf eine angepasste Rohfaser-reiche Fütterung und Auslauf-Haltung mit viel Bewegung um diese Eigenschaft etwas auszugleichen.

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